TSV 2000 Handball

Rothenburg o.d.T.

Auerbach - TSV 2000

Eine starke Halbzeit reichte dieses Mal nicht.

Nach elf Siegen mussten die Landesligahandballer des TSV 2000 Rothenburg erstmals wieder eine Niederlage einstecken. Bei der 24:26 (11:18) Niederlage beim SV 08 Auerbach konnten die Szücs-Schützlinge in der ersten Halbzeit nicht an die Leistungen der Vorwochen anknüpfen.

Die Hausherren zeigten gleich zu Beginn der Partie, dass sie die Klatsche vom Vorwochenende, als man mit 36:25 beim TV Münchberg unter die Räder kam, mit extremem Kampfgeist und Einsatz wettmachen wollte. Dies beeindruckte den Tabellenführer von der Tauber sichtlich, so dass es nach fünf Minuten 4:0 für Auerbach stand. Die Eindrücke der ersten Minuten zogen sich dann durch die komplette erste Hälfte. Auerbach ging in der Deckung sehr robust zu Werke, testete aus, wie viel die Schiedsrichter zulassen würden und da die Schiedsrichter, die der Partie zu keiner Zeit gewachsen waren, nicht einschritten, überschritten die Hausherren die Grenzen des Erlaubten häufig. Die Tauberstädter, die ihrerseits in der Deckung nicht Gleiches mit Gleichem heimzahlten, zeigten zusätzlich Schwächen im Rückzugsverhalten, so dass die Gastgeber zu einfachen Toren, auch aus Gegenstoßsituationen kamen. Zur Halbzeitpause leuchtete damit der deprimierende Spielstand von 18:11 von der Anzeigetafel und Trainer Szücs musste in der Pause Schwerstarbeit verrichten, um seine Mannschaft positiv auf die zweite Hälfte einzustellen.

Der Rothenburger Trainer musste die richtigen Worte gefunden haben, denn seine Mannen präsentierten sich in der zweiten Spielhälfte deutlich verbessert. Die Abwehr stand nun sicherer und half Keeper Andreas Amann, der nun zu gewohnt guter Form auflief, die Wurfversuche der Hausherren abzuwehren. So gelang es den Tauberstädter den Rückstand Tor um Tor zu verkürzen. Über 20:15 (Thomas Krauter, 39.) und 23:20 (Nedim Jasarevic, 51.) schwand der Vorsprung der Hausherren auf nur noch 2 Tore (24:22, Phillip Schemm, 54.). Matthias Schnödt, Trainer der Auerbacher, sah sich nun gezwungen, eine Auszeit zu nehmen, um den Lauf der Gäste zu stoppen. Kurzfristig gelang dies auch, Thomas Bauer erhöhte für die Oberpfälzer wieder auf drei Tore (25:22, 56.), durch Nedim Jasarevic und Phillip Schemm verkürzten die Rothenburger direkt im Anschluss auf 25:24. (59.). Im nächsten Angriff der Hausherren verhinderte Andreas Amann mit einer guten Parade den nächsten Treffer, der Ball wurde schnell nach vorne getragen, kam zu Florian Striffler am Kreis, der beim Wurfversuch gefoult wurde. Die Schiedsrichter entschieden aber nicht auf Foul und Siebenmeter für Rothenburg, sondern auf Ballbesitz für Auerbach. Im Gegenzug erhielt Tim Ehrlinger eine Zweiminutenstrafe und die Gäste mussten bis zum Spielende in Unterzahl agieren. Alexander Tannenberger, bester Torschütze der Gastgeber, erzielte daraufhin mit seinem siebten Treffer den Endstand von 26:24 für Auerbach.

Für die Rothenburger heißt es nun Mund abwischen und in der kommenden Spielpause im wahrsten Sinn des Wortes Wunden lecken. Imponierend war, wie sich die Szücs-Schützlinge in der zweiten Hälfte gegen die Niederlage stemmten und den schon nahezu aussichtslosen Rückstand fast noch egalisieren konnten. Dies zeigt erneut, welcher Teamgeist in dieser Truppe steckt. Nach der Pause geht es mit der Partie gegen die HSG Fichtelgebirge weiter.

Rothenburg: Amann (1.-60.), Hörner (n.e.) (Tor); Schemm (4), Wurst (1), Kulas, Gluhak (1), Ehrlinger, Wittmann, Skaramuca (7), Striffler, Jasarevic (9/5), Krauter (2)

Auerbach: Kroher, Adam (Tor); Tannenberger (7), Bauer (5/2), M. Hofmann (1), Bürger (1), Hackenberg (1), Edtbauer (5), Eckert (1), Herold (1), A. Hofmann, Kraus (4),

Spielverlauf: 4:0, 6:2, 9:4, 12:6, 15:10, 18:11 (HZ); 19:13, 19:15, 22:17, 23:20, 25:24, 26:24

Siebenmeter: Rothenburg 6 (Jasarevic trifft 5, Skaramuca verwirft 1) Auerbach 2 (Bauer trifft beide)

Zeitstrafen: Rothenburg 5 (Ehrlinger 2, Wurst, Skaramuca und Striffler je 1, Disqualifikation gegen Wurst)

Auerbach 5 (Bürger, Hackenberg, Edtbauer, Herold und Kraus je 1, Disqualifikation gegen Eckert)

Schiedsrichter: Hermannstädter / Richter (TS Herzogenaurach)

Zuschauer: 180