TSV 2000 Handball

Rothenburg o.d.T.

Cham - TSV 2000

In 30 Minuten alles klar gemacht

Eine überragende Halbzeit reichte für die Landesligahandballer des TSV 2000 Rothenburg zum 24:20 Auswärtssieg beim ASV Cham. In der ersten Spielhälfte spielten die Tauberstädter den sichtlich überforderten Gegner förmlich an die Wand und gingen mit einer 14:6-Führung in die Pause. In Durchgang zwei ließen es die Szücs-Schützlinge dann im Gefühl des sicheren Vorsprungs deutlich gemächlicher angehen und gestatteten dem Gegner noch etwas Ergebniskosmetik.

Was die Rothenburger in den ersten dreißig Minuten in der Sporthalle des Chamer Fraunhofergymnasiums boten gab nur wenig Anlass zur Kritik. Zwar gingen die Hausherren durch Ihren besten Torschützen Tomas Soukup mit 1:0 in Führung, dies sollte aber die erste und einzige Führung der Gastgeber im restlichen Spielverlauf sein. Christof Wittmann glich zunächst zum 1:1 aus bevor Phillip Schemm und Tim Ehrlinger zur 3:1 Führung trafen. Die Gäste spielten fortan wie aus einem Guss, die Deckungsreihe stand gewohnt sicher und im Angriff funktionierten die einstudierten Abläufe wie am Schnürchen. Über 8:3 (Nedim Jasarevic, 14. Minute) und 10:4 (Thomas Krauter, 18.) bauten die Gäste ihre Führung auf 12:5 (erneut Jasarevic, 28.) aus. In dieser Phase wurde mehr als ein Klassenunterschied zwischen dem Tabellenführer von der Tauber und den Gastgebern deutlich. Bei den Hausherren wurden die verletzten Petr Tahovsky und Lukas Pelikan schmerzlich vermisst. Ohne diese fehlte insbesondere die Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Lediglich Linkshänder Soukup war aus dem Rückraum gefährlich, er war es auch, der den letzten Treffer der Hausherren vor der Pause zum 6:12 erzielen konnte (29.). Bis zum Pausenpfiff der guten Schiedsrichter Martin Büchlmeier und Sebastian Stark (Passau/Landau) war dann Ivan Skaramuca für die Tauberstädter noch zwei Mal erfolgreich, so dass es mit der 14:6 Führung in die Pause ging. Wenn man an der Rothenburger Vorstellung der ersten Spielhälfte überhaupt etwas bemängeln will, dann, dass noch einige sehr gute Torchancen ausgelassen wurden. Hätten auch diese Wurfversuche ihr Ziel gefunden, wäre die Halbzeitführung noch um Einiges höher ausgefallen. Aber dies wäre wirklich Jammern auf allerhöchstem Niveau.

Nach der Pause schalteten die Rothenburger dann im Gefühl des sicheren Vorsprungs um mehrere Gänge zurück, was sich zunächst aber noch nicht auswirken sollte. Die Gastgeber kamen nun zwar deutlich häufiger zum Torerfolg, da die Angriffe aber weiterhin zumeist erfolgreich abgeschlossen wurden, blieben die Gäste immer mit sechs bis sieben Toren in Front. In den letzten zehn Spielminuten machte sich dann aber der der Kräfteverschleiß aufgrund der aktuellen Krankheits- und Verletzungssituation bemerkbar. Mit den verletzten Andreas Kister und Maxi Schmidt, der sich im Abschlusstraining eine Bänderverletzung zugezogen hat, fehlten Trainer Szücs nun auch die Alternativen im Rückraum. Die rote Karte wegen dreier Zeitstrafen gegen Gabriel Gluhak reduzierte den Kader der Gäste zusätzlich. Ivan Skaramuca konnte in der 51. Minute zwar den Treffer zum 22:15 erzielen, dann aber gelang den Gästen fünf Minuten kein Tor mehr und die Hausherren konnten, unterstützt durch das nun aufwachende Publikum, mit vier Toren in Folge auf 19:22 verkürzen (55.). Ivan Skaramuca, mit seinem neunten Treffer, und Phillip Schemm erhöhten kurz darauf aber wieder auf fünf Tore Vorsprung (57.), der letzte Treffer des Spiels, in der Schlussminute erzielt vom Chamer Andre Bornack zum 20:24, konnte dann den Erfolg der Tauberstädter nicht mehr gefährden.

So reihen die Szücs-Schützlinge also den elften Sieg in Folge in ihre Erfolgsserie ein und bleiben weiterhin mit drei Punkten Vorsprung auf den Verfolger TG Heidingsfeld Tabellenführer der Landesliga Nord. Kommende Woche steht das Auswärtsspiel beim Dritten SV 08 Auerbach auf dem Programm, bevor der Spielplan eine dreiwöchige Pause vorsieht. Für die Tauberstädter heißt es also noch einmal aufraffen und mit den letzten Kraftreserven auch in Auerbach bestehen um dann in der willkommenen Pause die Wunden zu lecken und die Verletzungen auszukurieren.

Rothenburg: Amann (1.-60.), Hörner (n.e.) (Tor); Schemm (3), Wurst (1), Kulas, Gluhak (1), Ehrlinger (1), Wittmann (4), Skaramuca (9/3), Striffler, Jasarevic (4/1), Krauter (1)

Cham:Bistrian, Hejduk (Tor); Klima (2), Selmer (1), Reitmeier (1), Heiduk, Geißler (2), Wagener (2), Bornack (3), Sperlich (2), Soukup (7/3), Kagermeier

Spielverlauf: 1:0, 1:1, 2:3, 2:5, 3:8, 5:12, 6:14 (HZ); 7:14, 8:16, 11:18, 13:19, 15:22, 19:22, 20:24

Siebenmeter: Rothenburg 5 (Skaramuca trifft 3, verwirft 1; Jasarevic trifft 1)

Cham 3 (Soukup trifft alle)

Zeitstrafen: Rothenburg 3 (alle Gluhak)

Cham 3 (Geißler 2; Sperlich 1)

Schiedsrichter: Martin Büchlmeier und Sebastian Stark (TV Passau / TV Landau)

Zuschauer: 100