TSV 2000 Handball

Rothenburg o.d.T.

TSV 2000 - Helmbrechts

Den Fuchsbau gestürmt

Mit 34:25 (18:14) gewannen die Rothenburger Landesligahandballer auch ihr Auswärtsspiel beim TV Helmbrechts, dessen Handballer sich als „Füchse“ bezeichnen. Beim Sturm des Fuchsbaus war einmal mehr die geschlossene Mannschaftsleistung der Schlüssel zum Erfolg.

Ohne Nedim Jasarevic, der wegen Krankheit nicht mitwirken konnte, den beruflich verhinderten Florian Striffler und den noch länger ausfallenden Hannes Kölle machten sich die Tauberstädter auf, nach zwei erfolglosen Versuchen endlich etwas Zählbares aus Helmbrechts mitzunehmen. Von Beginn an war zu spüren, dass sich die Gäste etwas vorgenommen hatten. Die Abwehr stand sicher, Andreas Amann im Tor war erneut bestens aufgelegt und so kam es, dass es nach 6 ½ Minuten sage und schreibe 7:0 für die Gäste stand. In der achten Minute schafften die Gastgeber ihren ersten Treffer und weckten dabei offensichtlich den Mitleidsmodus der beiden Unparteiischen, die nun mehrfach mit zweierlei Maß entschieden und gegen die Rothenburger Siebenmeter und Zeitstrafen verhängten, bei gleichen Situationen, die Gastgeber aber ungeschoren davonkommen ließen. In der 15. Minute hatten die Oberfranken dadurch den Rückstand auf ein Tor verkürzt (6:7), Rothenburg ließ sich aber nicht beirren, zehn Minuten später war die Führung wieder auf sieben Tore angewachsen (9:16). Helmbrechts konnte dann noch etwas verkürzen und es ging mit einer Vier-Tore-Führung der Tauberstädter in die Pause.

Auch in der zweiten Hälfte zogen die Rothenburger unbeirrt ihr Spiel durch und in der 41. Minute war der alte Siebe-Tore-Vorsprung wieder hergestellt (20:27, Ivan Skaramuca). Auch weiterhin setzen die Tauberstädter konsequent die Vorgaben von Trainer Csaba Szücs um, auf jede Aktion der Gastgeber wussten sie sofort eine Antwort. In der 53. Minute betrug der Vorsprung dann erstmals zehn Tore, Christof Wittmann war zum 31:21 erfolgreich. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass die Szücs-Sieben endlich den Helmbrechts-Fluch gebrochen haben würde und mit zwei weiteren Punkten im Gepäck die lange Heimreise antreten würde. In den letzten Minuten, in denen Torhüter Toni Hörner noch Gelegenheit bekam, sich auszuzeichnen, hielten die Gäste die Konzentration hoch und kamen so völlig verdient zum 34:25 Auswärtssieg.

Im Stile eines Spitzenreiters haben die Rothenburger auch die nächste „tierische Aufgabe“ gelöst. Nachdem vor einigen Wochen die Heidingsfelder „Bullen“ gezähmt wurden, wurden nun den Helmbrechtser Füchsen die Grenzen aufgezeigt. Nach wie vor imponiert die Art und Weise, wie die Rothenburger mit dem neu entdeckten Mannschaftsgeist die Liga bestimmen. Wer so problemlos auch schwerwiegende Ausfälle wegsteckt, Nedim Jasarevic war vor Wochenfrist noch elfmaliger Torschütze, steht vollkommen zu Recht an der Tabellenspitze. Am nächsten Wochenende geht es gegen den Aufsteiger aus Rödental/Neustadt, bevor es zum traditionsreichen Derby nach Ansbach geht. Gute Voraussetzungen, eine tierisch erfolgreiche Saison fortzusetzen.

Rothenburg: Amann (1.-52.), Hörner (52.-60.) (Tor); Schemm (6), Wurst (1), Kulas, Kister (4), Gluhak (1), Ehrlinger (4), Schmidt (2), Wittmann (3), Skaramuca (8/3), Krauter (5)

Helmbrechts: Steppan, B. Aust (2), Schindler, D. Aust, Berthold (2/1), Müller (5), Seuß, Luepold (3/3), Cudd, Troßmann (2), Wopperer (5), Eckardt (5), Schenk (1), Kölbl

Spielverlauf: 0:7, 6:7, 6:11, 8:14, 11:17, 14:18 (HZ); 16:21, 18:24, 20:27, 21:31, 25:34

Siebenmeter: Rothenburg 3 (Skaramuca trifft alle)

Helmbrechts 5 (Leupold trifft 3, verwirft 1, Berthold trifft 1)

Zeitstrafen: Rothenburg 5 (Wurst und Skaramuca je 2, Wittmann 1)

Helmbrechts 3 (Eckardt 2, Cudd 1)

Schiedsrichter: Daniel Duscher und Mathias Wilhelm (FC Neunburg)

Zuschauer: 130 (geschätzt)