TSV 2000 Handball

Rothenburg o.d.T.

TSV 2000 - HSG Fichtelgebirge

Revanche geglückt

Mit 38:32 (18:14) nahmen die Landesligahandballer des TSV 2000 Rothenburg gegen die HSG Fichtelgebirge erfolgreich Revanche für die Hinspielniederlage. Auch ohne ihren kurzfristig ausgefallenen Haupttorschützen Ivan Skaramuca brannte der Tabellenführer ein wahres Torfestival ab und behauptete den Zweipunkte-Vorsprung auf den Verfolger aus Heidingsfeld.

Aufgrund einer im Abschlusstraining erlittenen Verletzung konnte Ivan Skaramuca gegen die HSG Fichtelgebirge nicht mitwirken und da Maxi Schmidt nach wie vor an einer Bänderverletzung laboriert, gingen Trainer Csaba Szücs vor der Partie gegen die Spielgemeinschaft aus Wunsiedel und Marktredwitz die ohnehin nicht so zahlreichen Rückraumspieler fast aus. Gabriel Gluhak wurde von Szücs auf der Skaramuca-Position in die Anfangsformation genommen und machte seine Sache hervorragend. Zu Beginn der Partie lief es für die Tauberstädter noch nicht wie gewohnt, die Gäste nutzten dies zur schnellen 2:0-Führung, die aber durch Phillip Schemm und Nedim Jasarevic umgehend ausgeglichen wurde. Die Fichtelgebirgler gingen dann noch zwei Mal in Führung (2:3 und 3:4), in der siebten Spielminute erzielte dann aber der starke Tim Ehrlinger mit seinem ersten von insgesamt sieben Treffern den Ausgleich zum 4:4. Von nun an kam der TSV-Angriffsexpress so richtig ins Rollen. Mit drei Toren in Folge, erzielt von Thomas Krauter, Nedim Jasarevic und Phillip Schemm setzten sich die Hausherren auf 7:4 ab (10. Minute). Da die Tauberstädter in der Deckung deutlich weniger Engagement als im Angriff zeigten, kamen die Gäste immer wieder zu einfachen Toren, insbesondere Johannes Wippenbeck und Markus Tröger profitierten hiervon und avancierten damit zu den Haupttorschützen der Gäste. Näher als bis auf einen Treffer kamen die Fichtelgebirgler den Hausherren aber nie und zur Pause betrug der Vorsprung wieder vier Treffer (18:14).

Auch nach der Pause bot sich den 300 Zuschauern in der gut besuchten Rothenburger Bleiche-Halle das gleiche Bild, die Defensive der Gastgeber blieb weiter zu passiv und der Gast konnte den Rückstand auf zwei Tore verkürzen (18:16, Johannes Wippenbeck, 32.). Andreas Kulas traf im Gegenzug per Siebenmeter zum 19:16, Wippenbeck verkürzte wieder auf 19:17 ehe dann die Hausherren mit einem kurzen Zwischenspurt und drei Toren am Stück den Vorsprung erstmals auf fünf Tore stellen konnten (22:17, 36.). Von nun an blieben die Rothenburger stets deutlich mit fünf bis sechs Toren in Führung. Was auch ein Verdienst von Toni Hörner war, der den glücklosen Andreas Amann im Rothenburger Tor abgelöst hatte und mit einigen starken Paraden glänzen konnte. Die Tauberstädter spielten im Angriff weiter sehr variabel und uneigennützig, nur selten nahm man sich unnötige Wurfversuche, sondern suchte viel öfter den besser postierten Mitspieler. Mit dieser beweglichen und schnellen Angriffsformation hatte die Gästeabwehr über die gesamte Spieldauer größte Probleme, auch ihr Torhüter Miroslav Brosko bekam nur selten eine Hand an den Ball. Dass er ein Guter ist, stellte er aber mit drei parierten Siebenmeter-Strafwürfen unter Beweis. Der Rothenburger Trainer Csaba Szücs konnte nun auch nach Belieben durchwechseln, der Vorsprung blieb konstant hoch. In den letzten beiden Spielminuten kam dann noch Torhüter Sebastian Baumann zu seinem Heimdebüt in der ersten Mannschaft der Tauberstädter. Der junge Keeper der zweiten Mannschaft machte seine Sache gut und Andreas Kister setzte mit seinem achten Treffer den Schlusspunkt der Partie, so dass beim Schlusspfiff der beiden guten Schiedsrichter Christian Geißler und Alexander Polz (Fürth und Friedberg) das Endergebnis von 38:32 von der Anzeigetafel leuchtete.

Wie schon im gesamten Saisonverlauf präsentierten sich die Rothenburger erneut als starkes Kollektiv und machten damit den schwerwiegenden Ausfall von Ivan Skaramuca mehr als wett. „Eigentlich hatte ich nach dem Ausfall von Ivan die Devise ausgegeben, dass wir das Spiel über eine starke Defensive gewinnen wollen. Im Nachhinein bin ich aber natürlich froh über die tolle Angriffsleistung meiner Mannschaft, die den Zuschauern ein tolles, temporeiches Heimspiel geboten hat. Über die Lücken im Abwehrverband werden wir in der kommenden Woche sprechen…“ so Trainer Szücs zur Leistung seiner Mannschaft. Aus dem starken Kollektiv ragten Andreas Kister, der ein starkes Comeback nach seiner Verletzungspause feiern konnte, Tim Ehrlinger und Nedim Jasarevic mit je sieben Treffern, sowie Gabriel Gluhak, der auf der Skaramuca-Position stark spielte, noch heraus. Mit dem Spiel bei der HSG Lauf/Heroldsberg und der vorentscheidenden Partie gegen den Verfolger TG Heidingsfeld geht für die Tauberstädter die Saison weiter. Gegen die HSG Fichtelgebirge wurden die ersten der angepeilten sechs Punkte aus diesen drei Spielen geholt. So kann es für die Szücs-Schützlinge weitergehen.

Rothenburg: Amann (1.-35.), Hörner (35.-58.), Baumann (58.-60.) (Tor); Schemm (4), Wurst (2/1), Kulas (1/1), Kister (8/1), Gluhak (4), Ehrlinger (7), Wittmann (2), Striffler, Jasarevic (7), Krauter (3)

Fichtelgebirge:Brosko, Hammer (Tor); Fischer, S. Tröger, Burger (2), Bralic (2), Berger (2), Flasche (1), Wippenbeck (8), Stryc (4), M. Tröger (7/2), Hartmann (4), Birner (2)

Spielverlauf: 0:2, 2:2, 4:4, 7:4, 10:9, 13:9, 15:11, 18:14 (HZ); 18:16, 22:17, 26:20, 29:22, 34:28, 38:32

Siebenmeter: Rothenburg 6 (Wurst trifft 1, Kulas und Kister treffenund verwerfen je 1, Jasarevic verwirft 1)

Fichtelgebirge 2 (Tröger trifft beide)

Zeitstrafen: Rothenburg 3 (Schemm 2 und Wurst 1)

Fichtelgebirge 7 (Bralic und Berger je 2, Stryc, M. Tröger und Hartmann je 1)

Schiedsrichter: Christian Geißler und Alexander Polz (Fürth / Friedberg)

Zuschauer: 300