TSV 2000 Handball

Rothenburg o.d.T.

TSV 2000 - Rödental

Pflichtaufgabe erfüllt

Mit 31:24 (15:8) gewannen die Landesligahandballer des TSV 2000 Rothenburg ihr Heimspiel gegen die HSG Rödental/Neustadt. Gegen den Aufsteiger, der zwar wacker kämpfte, aber in keiner Beziehung den Gastgebern das Wasser reichen konnte, schafften die Tauberstädter schnell klare Verhältnisse. Nach der Pause verwaltete der Tabellenführer dann eher glanzlos den Vorsprung zum fünften Sieg in Folge.

Ohne Hannes Kölle, Christof Wittmann und den kurzfristig ausgefallenen Thomas Krauter gingen die Rothenburger in die Partie gegen den ebenfalls ersatzgeschwächten Aufsteiger aus Oberfranken. Aber wie schon in den vergangenen Spielen steckte die Szücs-Sieben dies ohne erkennbare Probleme weg. Über 3:0 und 7:3 kamen die Rothenburger zu einer komfortablen 11:4-Führung (20. Minute). Insbesondere Tim Ehrlinger konnte sich in der Anfangsphase als Torschütze auszeichnen. Immer wieder fand Ivan Skaramuca mit schönen Anspielen den Kreisläufer, der seine Torchancen allesamt sicher verwertete und sechs der ersten elf Treffer der Hausherren erzielen konnte. Fünf Minuten später war der Vorsprung der Rothenburger sogar auf neun Tore angewachsen, Phillip Schemm (2), Maxi Schmidt und Nedim Jasarevic waren bei zwei Treffern der Gäste für die 15:6-Führung verantwortlich. Bis zum Pausenpfiff der guten Schiedsrichter Martin Knödler und Sven Wirth (Feuchtwangen/Amberg) war dann Florian Kirchner, der beste Torschütze der Gäste noch zwei Mal erfolgreich und beim Stand von 15:8 wurden die Seiten gewechselt.

Nach der Pause schalteten die Rothenburger dann insbesondere in der Abwehr um mehr als einen Gang zurück. Leidtragender war vor allem Toni Hörner, der in den zweiten dreißig Minuten Andreas Amann im Rothenburger Tor ersetzte und durch die Passivität seiner Vorderleute mehr Gelegenheiten, sich auszuzeichnen bekam, als ihm lieb gewesen sein dürfte. Da aber die Abwehr der Gäste inclusive der beiden Torhüter den Angreifern der Tauberstädter zu keiner Zeit ernstere Probleme bereitete, blieb der Vorsprung konstant im beruhigenden Rahmen. War es in der Anfangsphase Tim Ehrlinger, der sich als Torjäger auszeichnen konnte, so gelang dies im zweiten Durchgang Ivan Skaramuca, der nach der Pause sieben seiner insgesamt acht Treffer erzielen konnte. Ob mit Sprungwürfen aus der zweiten Reihe oder auch mit einem verdeckten Unterarmkracher, gegen die Würfe des kroatischen Rückraumspielers war kein Kraut gewachsen. Phillip Schemm erzielte in der sechzigsten Spielminute die letzten beiden Tore der Tauberstädter zum 31:24-Endstand.

Durch die starke Leistung in der ersten Halbzeit und den erkennbaren Schwächen des Gegners schalteten die Tauberstädter schon früh in den „Vorsprung-Verwalten-Modus“ um. Da einige Spieler erkältungsgeschwächt in die Partie gingen, ist dies nur allzu nachvollziehbar. Gegen den harmlosen Tabellenvorletzten hatte dies letztlich auch keine Auswirkungen, die Szücs-Truppe kam zu ihrem fünften Sieg in Folge und verteidigte damit die Tabellenführung vor der TG Heidingsfeld. Am kommenden Samstagabend kommt es dann wieder einmal zum traditionsreichen Westmittelfranken-Derby bei der HG Ansbach. Was beim Blick auf die Tabelle als klare Angelegenheit für den Klassenprimus aussieht, kann aufgrund der eigenen Derbygesetze auch schnell mit einer Überraschung enden. Die Tauberstädter sollten gewarnt sein…

Rothenburg: Amann (1.-30.), Hörner (31.-60.) (Tor); Schemm (7), Wurst, Kulas (1), Kister (3), Gluhak, Ehrlinger (7), Schmidt (2), Skaramuca (8/2), Striffler, Jasarevic (3),

Rödental/Neustadt: Florian Cichon, De Rooij (Tor); Dittrich, Metz (6), Fladt (5), Bernecker, Krauß, Göpfert (2), Schuhmann, Legat (3), Günther, Kirchner (8/4), Fabian Cichon

Spielverlauf: 3:0, 7:3, 11:4, 15:6, 15:8, (HZ); 18:10, 22:14, 25:18, 26:20, 28:23, 31:24

Siebenmeter: Rothenburg 3 (Skaramuca trifft 2, Jasarevic verwirft 1)

Rödental/Neustadt 4 (Kirchner trifft alle)

Zeitstrafen: Rothenburg 4 (Wurst 2, Kulas und Gluhak je 1)

Rödental/Neustadt 5 (Krauß 2, Metz, Fladt und Bernecker je 1)

Schiedsrichter: Martin Knödler und Sven Wirth (Feuchtwangen / Amberg)

Zuschauer: 250