TSV 2000 Handball

Rothenburg o.d.T.

TSV 2000 - Ingolstadt

Den Kampf angenommen

Mit 30:26 (11:13) gewannen die Landesligahandballer des TSV 2000 Rothenburg ihr Heimspiel gegen den MTV Ingolstadt. Die Tauberstädter ließen auch nach Rückständen den Kopf nicht hängen, kämpften sich immer wieder in die Partie und gingen letztlich verdient als Sieger vom Platz. Herausragender Torschütze der Szücs-Sieben war dieses Mal Nedim Jasarevic mit 11 Treffern.

Bis auf Hannes Kölle konnte Csaba Szücs seinen kompletten Kader aufbieten, anders sein Gegenüber, der Ingolstädter Trainer Romeo Stoica, der nur acht Feldspieler und drei Torhüter zur Verfügung hatte. Die Gäste gingen schnell mit 3:0 in Führung und es wurden Erinnerungen an die letztjährige Partie gegen die SG Regensburg wach, als die Tauberstädter gegen einen ähnlich reduzierten Gegner eine unnötige Heimniederlage hinnehmen musste. Es dauerte fast sechs Minuten, ehe Tim Ehrlinger den ersten Treffer für die Hausherren zum 1:3 erzielen konnte, zuvor musste Trainer Szücs schon seine erste Team-Auszeit nehmen. Im Gegenzug konnte Andreas Amann einen Siebenmeter-Strafwurf von Stephan Auernhammer, dem erneut erfolgreichsten Ingolstädter, parieren und es kam Hoffnung auf, dass die Gastgeber nun das Blatt wenden könnten. Da die Rothenburger aber weiterhin zu viele Fehler machten und ihre Torchancen nur zu selten nutzen konnten, gingen die Audistädter in der Folgezeit mit 7:3 in Führung (13. Minute). Sechs Minuten später war es dann Andreas Kister, der nach seiner Verletzungspause ein starkes Comeback gab, der den Anschluss zum 7:8 erzielen konnte. Bis zum Ausgleich sollten aber noch weitere sieben Minuten vergehen, Ivan Skaramuca war es, der in der 26. Minute zum 11:11 traf. Geschwächt durch zwei Zeitstrafen gegen Phillip Schemm und Maxi Schmidt schafften die Tauberstädter bis zur Pause keinen Treffer mehr, im Gegenteil, die Ingolstädter gingen durch Tore von Toth und Neumann mit 11:13 in Führung.

Nach der Pause konnten die Ingolstädter noch zehn Minuten ihre zwischenzeitlich wieder auf drei Tore angewachsene Führung verteidigen, dann war es Nedim Jasarevic, der für die Hausherren per Siebenmeter den Ausgleich zum 16:16 schaffte (40.). Durch Knuff gingen die Gäste im nächsten Angriff zwar wieder in Führung, dies sollte aber die letzte Führung der Ingolstädter sein. Vier Tore in Folge, erzielt durch den nun immer stärker werdenden Jasarevic (3) und Phillip Schemm brachten die Tauberstädter mit 20:17 in Führung. Die Abwehr der Rothenburger stand nun sicherer, Torhüter Amann zeigte einige gute Paraden und die Angriffe wurden konsequenter zu Ende gespielt. Die Ingolstädter, die trotz des kleinen Kaders nie aufsteckten, stemmten sich zwar gegen die drohende Niederlage, näher als bis auf zwei Tore konnten sie aber nicht mehr an die Hausherren herankommen. Die Entscheidung fiel dann in den letzten drei Spielminuten, als es die Gäste trotz zweifacher Überzahl (Andreas Kister und Florian Striffler brummten Zeitstrafen ab) nicht schafften, ein Tor zu erzielen. In dieser Unterzahl konnte Ivan Skaramuca mit seinem sechsten Treffer sogar zunächst das 28:24 erzielen und dann traf Nedim Jasarevic per Siebenmeter zum 29:24. Auernhammer und Knuff betrieben dann noch Ergebniskosmetik für die Gäste, bevor Andreas Kister mit dem 30:26 den Schlusspunkt der Partie setzen konnte.

Anders als beim oben erwähnten Regensburg-Spiel der Vorsaison, konnten die Tauberstädter mit einer wieder einmal geschlossenen Mannschaftsleistung und großem Kämpferherz die Partie in der zweiten Hälfte gegen eine stark aufspielende Ingolstädter Rumpfmannschaft noch umbiegen. Den Ausschlag gabletztlich auch die besser besetzte Bank und die höhere Qualität der Einzelspieler. Am nächsten Samstag geht es für den Tabellenführer nach Oberfranken, zum TV Helmbrechts, wo man in den letzten beiden Jahren nicht gewinnen konnte. Der bisherige Saisonverlauf macht Hoffnung, dass auch diese Negativserie durchbrochen werden kann.

Rothenburg: Amann, (1.-60.), Hörner (n.e.) (Tor); Schemm (3), Wurst, Kulas, Kister (4), Guhak, Ehrlinger (2), Schmidt (2), Wittmann (1), Skaramuca (6/3), Striffler, Jasarevic (11/6), Krauter (1)

Ingolstadt: Weiland, Fejzovic, Homorodan (Tor); Hackenberg (3), Knuff (5/1), Benkö, Auernhammer (8/2), Toth (3), Geier, Neumann (5), Horvat (2)

Spielverlauf: 0:3, 2:3, 3:7, 7:8, 11:11, 11:13 (HZ); 12:13, 15:16, 16:16, 20:17, 24:20, 28:24, 30:26

Siebenmeter: Rothenburg 11 (Jasarevic trifft 6, verwirft 1, Skaramuca trifft 3, verwirft 1)

Ingolstadt 5 (Auernhammer trifft 2, scheitert 2 mal an Amann, Knuff trifft 1)

Zeitstrafen: Rothenburg 6 (Schemm, Kulas, Kister, Ehrlinger, Schmidt und Striffler je 1)

Ingolstadt 8 (Hackenberg 3, Knuff und Geier je 2, Neumann 1)

Schiedsrichter: Sabrina Kleinhenz und Lisa Wenzke (SG Garitz/Nüdlingen)

Zuschauer: 280