TSV 2000 Handball

Rothenburg o.d.T.

TV Erl.-Bruck II - TSV 2000

Unbeirrbar zum nächsten Erfolgserlebnis

Mit dem 30:21-Auswärtssieg bei der 2. Mannschaft des TV Erlangen-Bruck revanchierten sich die Landesligahandballer des TSV 2000 Rothenburg eindrucksvoll für die Punkteteilung zu Saisonbeginn. Weder die diversen taktischen Änderungen des Brucker Trainers Carsten Peine, noch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Andreas Kister und Maxi Schmidt brachte die Tauberstädter dabei aus der Erfolgsspur.

Lediglich in den ersten Minuten konnte der Aufsteiger aus der Siemensstadt mithalten. Das schnelle 0:1 durch Andreas Kister konnte der an diesem Abend treffsicherste Brucker Jan Wislicenus zunächst ausgleichen und im Gegenzug die 2:1-Führung für die Gastgeber erzielen (3. Spielminute). Das war es dann aber auch schon mit Führungen der Hausherren. Thomas Krauter glich an alter Wirkungsstätte zum 2:2 aus und Patrick Wurst brachte die Tauberstädter mit dem 3:2 wieder in Führung. Zehn Minuten später war die Führung der Gäste dann bereits auf vier Tore angewachsen, der wieder einmal überragende Ivan Skaramuca erzielte per Siebenmeter-Strafwurf den Treffer zum 4:8 (16.). Bruck konnte zunächst noch einmal auf 6:8 verkürzen, Skaramuca und Wurst stellten dann aber den alten Viertore-Vorsprung wieder her (6:10, 27.). Acht Sekunden vor Ende der ersten Spielhälfte verkürzte Andreas Knerr für Bruck auf 8:12, das sollte es aber noch nicht gewesen sein in Durchgang eins, Ivan Skaramuca setzte noch ein weiteres Ausrufezeichen. Mit der Schlusssirene ließ er den ansonsten guten Brucker Torhüter Miranda-Jahn alt aussehen, als er kurz hinter der Mittellinie einfach mal aufs Tor schoss und den Halbzeitstand zum 8:13 erzielte.

Nach der Pause hielten die Tauberstädter dann die Konzentration weiter hoch und bauten ihre Führung kontinuierlich weiter aus. In den ersten fünf Minuten gestatteten sie den Hausherren keinen Treffer, durch drei erzielte Tore (2 x Skaramuca, 1 x Kister) erhöhten sie vorentscheidend auf 16:8 (35.). In der Folgezeit pendelte sich die Gästeführung konstant auf sechs bis acht Tore ein. Auf alles, was der Brucker Trainer, der ehemalige Rothenburger Coach Carsten Peine, an taktischen Mitteln auch probierte, wussten die Gäste immer die passende Antwort. Egal ob ihnen eine offensive Abwehrreihe gegenüberstand, ob Ivan Skaramuca in Manndeckung genommen wurde, oder ob sich die Deckungsreihe weit zurückzog, unbeirrbar blieben die Rothenburger in der Erfolgsspur. Zwischen der 44. und der 54. Minute blieben die Gäste dann gänzlich ohne Gegentor und der Vorsprung wuchs auf stolze zwölf Treffer an (14:26). In den Schlussminuten durften die Hausherren dann noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, bevor Patrick Wurst neun Sekunden vor Spielende den Endstand zum 21:30 erzielte.

Die Tauberstädter kamen in Erlangen zum nächsten, auch in der Höhe absolut verdienten Auswärtserfolg. Schnell wurde deutlich, dass die Szücs-Schützlinge auf allen Positionen besser besetzt waren, als der wackere Aufsteiger. Aus dem starken Kollektiv ragten wie schon im gesamten Saisonverlauf Ivan Skaramuca und Torhüter Andreas Amann (u.a. zwei gehaltene Siebenmeter) noch heraus. Trainer Csaba Szücs konnte sich sogar den Luxus erlauben, in der zweiten Spielhälfte fleißig durchzuwechseln, auch das erzeugte keinen Bruch im Spiel der Rothenburger. Wermutstropfen in der ansonsten fairen Partie waren die Verletzungen von Maxi Schmidt und Andreas Kister. Schmidt prallte nach einem Foul seines Gegenspielers mit dem Kopf auf den Hallenboden und schied mit Verdacht auf Gehirnerschütterung aus, Kister wurde mit Verdacht auf Mittelhandbruch in die Klinik gefahren und droht nun wochenlang auszufallen. In der derzeitigen Verfassung werden die Tauberstädter aber auch das hoffentlich wegstecken können.

Rothenburg: Amann (1.-50.), Hörner (50.-60.) (Tor); Schemm (2), Wurst (3), Kulas (2/2), Kister (4), Gluhak (2/1), Ehrlinger (2), Schmidt, Wittmann, Skaramuca (9/3), Jasarevic (1), Krauter (5)

Erlangen-Bruck: Miranda-Jahn, Hagen (Tor); Will, Frey, Faber (1), Polster (1), Kassing (1), Wislicenus (5), Wolf (3), Paduch (2), Mangen (2/1), Knerr (2), Großhauser (2/1), Oertel (2)

Spielverlauf: 0:1, 2:1, 3:5, 4:8, 6:10, 7:12, 8:13 (HZ); 8:16, 11:19, 14:20, 14:26, 19:27, 20:29, 21:30

Siebenmeter: Rothenburg 6 (Skaramuca trifft 3, Kulas trifft 2, Gluhak trifft 1)

Erlangen-Bruck 5 (Großhauser und Mangen treffen und verwerfen je 1, Wislicenus verwirft 1)

Zeitstrafen: Rothenburg 8 (Kulas, Kister und Gluhak je 2, Jasarevic und Krauter je 1)

Erlangen-Bruck 8 (Will und Wolf je 2, Frey, Faber, Kassing und Oertel je 1)

Schiedsrichter: Daniel Langner und Bernd Liebsch (Hammelburg)

Zuschauer: 48 (gezählt)