TSV 2000 Handball

Rothenburg o.d.T.

TSV 2000 - Landshut

Erste Punkte unter Dach und Fach

Mit dem knappen aber verdienten 27:26 (14:15) Heimsieg gegen die TG Landshut haben die Bayernligahandballer des TSV 2000 Rothenburg im dritten Saisonspiel die ersten beiden Punkte auf der Habenseite verbuchen können. Eine Steigerung in der Deckung nach der Pause und der siebenfache Torschütze Thomas Krauter waren die Grundsteine für den Erfolg gegen die Mannschaft aus Niederbayern, die mit nun 0:6 Punkten erst mal im Tabellenkeller sitzen bleibt.

Als der am Samstagabend überragende Thomas Krauter in der 59. Spielminute mit seinem siebten Treffer das Tor zum 26:24 erzielte, war klar, dass die Tauberstädter den ersten Saisonsieg feiern würden. Die komplette Bank und auch die knapp 300 Zuschauer in der wieder einmal sehr gut gefüllten Rothenburger Mehrzweckhalle hielt es nun nicht mehr auf ihren Plätzen. Gut eine Minute später, in der Julian Ruckdäschel und Michal Pich für Landshut und Andreas Kister für die Hausherren noch Ergebniskosmetik betrieben, beendeten die sehr guten Schiedsrichter Rainer Böhme und Frank Sand die Partie und die Rothenburger starteten den Feiermodus.

Doch der Reihe nach. Die Gäste von der Isar kamen zunächst besser in die Partie und gingen nach zwei Siebenmetertoren durch Daniel Scheingraber mit 2:0 in Führung. Danach waren aber auch die Tauberstädter, die ohne die verletzten Ivan Skaramuca und Patrick Wurst antreten mussten, im Spiel. Phillip Schemm und Andreas Kister glichen zunächst zum 2:2 aus, die ausgeglichenen Spielstände hatten dann bis zum 4:4 Bestand, ehe Rothenburg durch Tore von Thomas Krauter, Tim Ehrlinger und Phillip Schemm erstmals mit drei Toren in Führung gehen konnten (7:4, 10. Minute). In der folgenden Viertelstunde vernachlässigten die Szücs-Schützlinge dann die Abwehrarbeit, wodurch sie ihre Führung nicht weiter ausbauen konnten. Vier Minuten vor Ende der ersten Hälfte glich dann der quirlige Julian Ruckdäschelzum 13:13 für Landshut aus und eine Minute später gingen die Niederbayern durch einen Treffer von Matthias Müller sogar mit 14:13 in Führung. Bis zur Pause konnten die Tauberstädter nichtmehr ausgleichen, so dass bei der 16:15-Führung der Gäste die Seiten gewechselt wurden.

Anders als in Durchgang eins waren die Rothenburger nach der Pause sofort hellwach und glichen zunächst durch Tim Ehrlinger zum 16:16 aus bevor Phillip Schemm und Thomas Krauter zum 18:16 erfolgreich waren (34. Minute). Die Gäste ließen sich aber nicht abschütteln, sondern glichen sieben Minuten später, in denen die Hausherren zu fahrlässig mit ihren Torchancen umgingen und ohne Torerfolg blieben, wieder zum 18:18 aus. In der Folgezeit gingen die Tauberstädter immer wieder in Führung, die dann von den Landshutern wieder ausgeglichen wurde. Beide Abwehrreihen und auch die Torhüter, Andreas Amann für Rothenburg und der ins Spiel gekommene Matthias Elgeti für Landshut, standen nun deutlich sicherer, als noch in Durchgang eins, so dass es bei knappen Spielständen blieb. Fünf Minuten vor Spielende gingen die Gäste dann durch einen Treffer von Michal Pich mit 24:23 in Führung. Dies nahm Csaba Szücs, Trainer der Tauberstädter, zum Anlass eine Auszeit zu nehmen und seine Mannen auf die Schlussphase einzustellen. Seine Worte fielen auf fruchtbaren Boden, zunächst glich Thomas Krauter zum 24:24 aus und Phillip Schemm erzielte mit einem wunderschönen Heber von Linksaußen den Treffer zur 25:24-Führung. Nun nahm auch der Landshuter Trainer Milan Sedivec eine Auszeit, welche aber nicht den erhofften Erfolg brachte. Den Gästen unterliefen in der Schlussphase zu viele technische Fehler, die die Tauberstädter immer wieder in Ballbesitz brachten. So kam es, dass Thomas Krauter, wie eingangs beschrieben, in der 59. Minute für die Vorentscheidung sorgte und am Ende ein verdienter 27:26-Heimerfolg für die Gastgeber feststand.

Die Rothenburger erlaubten sich gegen Landshut zwar weniger Fehler als in den ersten beiden Partien, in einigen Phasen des Spiels waren es aber immer noch zu viele. Hätte der letztjährige Vizemeister aus Niederbayern die Fehler der Hausherren konsequenter ausgenutzt, wäre ein Erfolg der Gäste möglich gewesen. So aber können die Tauberstädter einen auch für die Psyche unheimlich wichtigen Heimsieg feiern und am kommenden Wochenende bei einem weiteren Heimspiel gegen den SV Anzing vielleicht sogar nachlegen und das Punktekonto ausgleichen. Eines steht jedenfalls nach drei Spieltagen fest, zu groß ist der Anzug Bayernliga für die Rothenburger nicht.

Rothenburg: Amann (1.-60.), Hörner (n.e.) (Tor); Schemm (5), Kulas, Kister (2), Gluhak (n.e.), Ehrlinger (4), Schmidt, Wittmann, Striffler (n.e.), Jasarevic (4), Stojanov (2/1), Krauter (7), Durakovic (3)

Landshut:Hanl, Elgeti (Tor), Sedivec (2), Christ (3), Gretsch (3), Scheingraber (4/2), Müller (3), Auernhammer, Moritz (2), Kabashi (2/1), Obermayr (2), Pich (2), Berndl, Ruckdäschel (3)

Spielverlauf: 0:2, 2:2, 4:4, 7:4, 10:7, 12:9, 13:14, 15:16 (HZ); 18:16, 18:18, 22:22, 23:24, 26:24, 27:26

Siebenmeter: Rothenburg 4 (Stojanov trifft 1, verwirft 1, Kister und Jasarevic verwerfen je 1)

Landshut 3 (Scheibengraber trifft 2, Kabashi trifft 1)

Zeitstrafen: Rothenburg 1 (Maxi Schmidt)

Landshut 3 (Gretsch, Scheibengraber und Kabashi je 1)

Schiedsrichter: Rainer Böhme und Frank Sand (Waltenhofen / Lauingen)

Zuschauer: 280